Zwangsvorstellung
Nach der Erkenntnis, dass die vergangenen 1 ½ Jahre des Battle-Raps dem musikalischen Hunger wenig nahrhafte Inhalte zur Sättigung entgegenbringen können, wandten sich Spike und vonEigenArt der Ausarbeitung inhaltsbetonter Tracks zu, die zuvor keinen Raum zur Umsetzung finden konnten.
Spike, entsprechend seiner vorherigen Leidenschaft Beatz zu schmieden, stellte von EigenArt die musikalische Grundlage für die vorhandenen Texte zur Verfügung und beteiligte sich im weiteren Verlauf zum Teil auch in textlicher Hinsicht. Die Arbeit brachte neue Stücke hervor, aus denen sich nach einjähriger Arbeit im Februar 2004 das erste Album „Zwangsvorstellung“ zusammensetzt. Rückblickend eine Auslotung von Möglichkeiten, Neigungen und Fähigkeiten zur Orientierung. Die Marschrichtung stand fest. Das Ziel war unklar, der Weg bereits betreten und zugleich Grundlage und Leitfaden musikalischer Zusammenarbeit:
Eine Symbiose aus Texten, deren inhaltliche Substanz, aufgrund persönlicher Relevanz, nennenswerte Aspekte verinnerlicht und über minimalistische Loops erhabene Klangbauten, die auf der Grundlage des Sampling, weit mehr verkörpern, als einen akustischen Katalysator.
Trotz gravierender musikalischer Distanzierungen ausserhalb der Zwangsvorstellung, waren, nach kurzer Atempausen, beide Macher überzeugt, in den Randgebieten der Rap-Landschaften weiterhin genügend Spielraum für einen gemeinsamen Nenner zu finden.
So begannen die Arbeiten an „Von ausserhalb der Schachtel“, das von Beginn an das Etappenziel eines zweiten abgeschlossenen Albums verfolgte. Die Werke dieses Albums sollten jedoch in kräftigeren Farben gemalt sein, eine formschönere Linienführung aufweisen und einen besseren klanglichen Rahmen erhalten.
Durch die Festigung des eigenen musikalischen Bewußtseins, entschied man sich zur Zusammenarbeit mit befreundeten Akteuren. Für den Einsatz am Plattenteller zeigte sich Stu erneut verantwortlich, der darüber hinaus zum Bühnen-Ensemble der Zwangsvorstellung gehört.
Um einer, auf diesem Album entstandenen, Neugier nachzugehen, beginnt nahtlos die Umsetzung einer Konzept-EP, die in erster Linie die Herausforderung eines gezielten Genre-Übergriffes verinnerlicht. Ausschliesslich durch Übergänge gestaltete Stücke sind in chronologisch verschachtelter Abfolge, die Erzählungen einer Zwangs-Tat, ausgelöst durch bewussten Vertrauensbruch. Der vorgegebene Erzählstil legt Raptracks und klanglich unterlegte Lesungen zu Grunde.
Für kommende musikalische Umsetzungen werden die Grenzen der Zwangsvorstellung neu gezogen.Weg liegt zurück und Weg steht bevor. Nur Ziel und Reisemittel sind unklar.
...doch der Zwang ist der Vorstellung treibende Kraft...
Weitere Details zu den Machern sind zweitrangig, olange die Musik zu erzählen vermag. |